Brauchtum - Tradition in Tirol

                                                            Perchtenlauf

Perchten - Perchtenlauf: Tradition in Tirol - - Jedes Jahr wieder finden im Dezember in ganz Tirol die traditionellen Perchtenläufe statt. Die Läufer setzen sich bemalte Masken auf, die dem Teufel ähnlich sein sollen und möglichst wild und furchteinflösend ausschauen sollen. Mit dem Perchtenlauf wollen die Teilnehmer den Winter gnädig stimmen und die bösen Wintergeister vertreiben. Dieser Brauch wird schon seit Jahrhunderten begangen.

                                                              Mullerlaufen

Wenn Hexen den Winter auskehren, Spiegeltuxer den Frühling eintanzen und Schulterschläge die Fruchtbarkeit anregen wird die besinnliche Jahreszeit endgültig vom bunten und lauten Fasnachtstreiben abgelöst.

Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen findet das Mullerlaufen jedes Jahr in einem der Regionsorte statt und macht so das hautnahe Erleben echten Tiroler Brauchtums möglich.

Die Tradition des Mullerlaufens mit all den geheimen Riten und Gebräuchen wird von einer zur nächsten Generation weitergegeben. Dass für reichlich Nachwuchs gesorgt ist, mag durchaus mit dem „Abmullen“ zu tun haben: Mit einem Schlag auf das Schulterblatt, der mehr oder weniger kräftig ausfallen kann, geben die Fasnachtsfiguren Fruchtbarkeit weite.


                               Almabtrieb in Mayrhofen und Hippach im Zillertal

Die Heimkehr des Viehs wird in Tirol in vielen Orten seit Jahrhunderten gebührend und ausgiebig gefeiert. Die Kühe tragen zu diesem Anlass bunten Blumenschmuck und Glocken - eine Art Modeschau für Vierbeiner, schließlich will ja jede die Schönste sein. Im Tal backen und kochen die Bäuerinnen inzwischen eifrig, denn anlässlich des Almabtriebes werden auch traditionelle Speisen verköstigt.


                                    Landesumzug der Tiroler Schützen 2009

 In Tirol  gab es bereits im  13. Jahrhundert  eine Ständevertretung, in der nicht nur Adel  und Geistlichkeit, sondern auch Bürger  und Bauern  vertreten waren. Sie hatten an der Regierung des Landes Anteil. Dazu kam noch eines: es herrschte Waffenfreiheit. Doch wo Recht ist, erwächst auch Pflicht: Mit dem Recht der politischen Mitbestimmung übernahm die Bevölkerung die Pflicht, die Heimat und das Land zu schützen und zu verteidigen.

Linktipp:  www.tiroler-schuetzen.at

                        

Kunstvoll in Form und Farbgebung sind die Tiroler Trachten, die früher zu einem guten Teil in Heimarbeit hergestellt wurden. Farben, Formen und Zierrat der Festtagskleidung waren Zeichen für Stand und Herkunft des Trägers.

                                         Schuhplattler - Volkstanz aus Tirol

Der Schuhplattler ist ein ganz besonderer Tanz, der gesellig sein kann, bei dem das tanzende Paar oder sogar der einzeln tanzende Bursch aber auch ganz auf sich allein gestellt sein kann.

Aus heute nicht mehr nachweisbaren Anfängen, die vielleicht bis ins Mittelalter zurückgehen, entstand er im 19.Jahrhundert in einer sich über Jahrzehnte hinwegziehenden Entwicklung. Die "Erfinder" waren einfache Leute: Bauern, Jäger, Holzknechte. Der Bursch führte "sein" Dirndl zum Tanz, der ihm Gelegenheit bot, ihr deutlich zu machen, was ihn bewegte.